Aquakulturrecht in Schottland.

Die Aquakultur spielt für die Versorgung mit Fischereiprodukten heute weltweit eine überragende Rolle und ist eine der am schnellsten wachsenden Lebensmittelindustrien. Die großmaßstäbliche Fischzucht mittels Netzkäfiganlagen in natürlichen Gewässern bringt jedoch eine Reihe von potenziell schädlichen Umweltauswirkungen mit sich und ruft unter dem Gesichtspunkt der zunehmend diversen Nutzung der Küstenräume neuartige Regelungsbedürfnisse im Bereich des Planungs- und Gewässerschutzrechts hervor. Die im Rahmen des rechtsvergleichenden DFG-Projekts »Rechtsstrukturen der Aquakultur« entstandene Untersuchung stellt anhand der EU-rechtlich vorgeprägten Rechtslage in Schottland im Einzelnen dar, mit welchen rechtlichen Instrumenten auf die mit der Aquakultur verbundenen Sachprobleme reagiert wird und inwieweit es dadurch gelingt, das Bestreben nach einer Förderung der Fischzuchtwirtschaft mit den Regelungszielen einer nachhaltigen Nutzung der Naturräume in Einklang zu bringen.

Geboren 1981 in Braunschweig, Studium der Rechtswissenschaften in Münster mit Aufenthalt in Paris, Juristischer Vorbereitungsdienst in Hamburg, seit 2011 Rechtsanwalt in Hamburg.