Die Stereoskopie im Film: Phasen der historischen Entwicklung des Films in 3D

Die Konjunktur des 3D-Kinos ist nicht plötzlich oder zufällig, sondern das Resultat einer technischen und wirtschaftlichen Entwicklung seit Anfang der Filmgeschichte. Denn bereits fünf Jahre, bevor die Gebrüder Lumière 1895 ihren berühmten ersten Film 'Ankunft eines Zuges in La Ciotat' präsentierten, patentierte der Brite William Friese-Greene eine Maschine zur stereoskopischen Präsentation von Filmen. Für die Darstellung der historischen Entwicklung des Films in 3D erklärt diese Arbeit zunächst die Phasenmodelle zur Filmgeschichte von Werner Faulstich und James Monaco, um anschließend deren Parameter Technik, Wirtschaft und eine Auswahl relevanter Filme für ein Phasenmodell der Stereoskopie, des 3D-Films, zu verwenden. Zur weiteren Verdeutlichung der aktuellen Relevanz und der historischen Einordnung des Themas dienen die Gedanken von Tom Gunning zum 'Cinema of Attractions'. Zur Darstellung des wirtschaftlichen Kontextes dienen die Zuschauerzahlen der Kinos in Deutschland als relevanter Indikator. Für das Verständnis dieser Arbeit sei erklärt, dass 3D in diesem Text immer stereoskopischen Film und nicht Holographie oder andere Versuche der Kreation von visuellem Raum meint.

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